Lost in Love oder: In love with Lost

„Ja, ich liebe Lost!“, das ist ein Bekenntnis, welches ich offen und herlich sagen kann und muss. Ich bin dieser Serie verfallen seit vielen Jahren und ich kann es immer wieder sehen und von vorne und nochmal. Ich möchte versuchen, euch ein ganz wenig an meiner Obsession teilhaben zu lassen; an der Erfolgsgeschichte und daran, warum ich Lost so gerne mag. Und dennoch ist da diese ‚Angst‘, dass ich keine Worte finden kann, für das, was mich fasziniert. Und gleichzeitig weiß ich, dass keine meiner Worte dem gerecht werden können, aber ich habe in den letzten Wochen rescherschiert, um euch einen kleinen Einblick geben zu können.

Produziert wurde Lost zwischen 2004 und 2010 vor allem auf Hawaii, aber auch in amerikanischen Studios. Eine Folge dauert um die 42Minuten, die ganze Serie besteht aus 121 Folgen in 6 Staffeln. Rechnen wir jetzt also aus, wie viel Zeit ich bisher mit Lost verschwendet habe, habe ich also mit allen Folgen, die ich bisher gesehen habe 4326Minuten meines Lebens verbracht. Wenn man nun bedenkt, dass ich alle Folgen, die ich bisher mindestens einmal gesehen habe [103 Folgen; Staffel 1-5] mehr als ein (!) Mal gesehen habe, die erste Staffel nämlich bestimmt schon vier Mal. Vor der sechsten habe ich mich noch immer gedrückt, weil ich mir vornehme alle Staffeln erst noch einmal zu gucken, bevor es dann wirklich zu Ende ist. Also insgesamt nur mit Staffel 1-5 bei einmal gucken 3 volle Tage. Aber es lohnt sich wirklich, glaubt mir.

Die Idee stammt von J.J. Abrams (unter anderem ‚Fringe‘) Die Musik von Lost ist mit das Besondere, weil sie einfach charakterisierend ist. Michael Giacchino ist der Komponist, ihr müsst beim Sehen auf die Musik achten, die wirklich einzigartig ist.
Hier könnt ihr ein paar Eindrücke bekommen, es ist natürlich Nichts dagegen, wenn man die Musik in der Serie als Untermalung hört. Musik und Schauspiel verschmilzen.

Insgesamt gibt es 29Hauptdarsteller, die ich jetzt hier Alle aufzählen könnte. Allerdings kommen davon acht Personen von Staffel 1-6 vor. Die verschiedensten Charaktere finden bei Lost ein ‚Zuhause‘ und das wirklich interessante daran ist, dass einige Schauspiler sich auf ganz andere Rollen bewarben und andere Rollen extra auf einige Schauspieler zugeschnitten worden sind. So wurde zB. die Rolle des übergewichtigen Hurley, der etwas tollpatschig und dennoch liebenswert ist, extra für Jorge Garcia ‚geschaffen‘. Die spätere Sun aus Lost (Yoon-Jin Kim) sprach ursprünglich für die Rolle der Kate (gespielt von Evangeline Lilly) vor, allerdings passte dies nicht zu den Vorstellungen der Macher, sodass dann eine koreanische Frau für Lost geschaffen wurde, die dann Yoon-Jin Kim spielte. Dazu wurde ihr Ehemann Jin (gespielt von Daniel Dae Kim) ‚geschaffen‘ – die Beiden würden später eine zentrale Rolle in der Serie spielen. Die Rolle des Charlie sollte von einem sehr viel älteren Schauspieler gespielt werden, der nach einem langen Rockstarleben, ausgelaugt war. Da Dominic Monoghan die Macher der Serie beim ‚Casting‘ so überzeugte, wurde die Rolle des Charlie Pace extra auf ihn zugeschnitten. Er war nun eher jünger , ein drogensüchtiger Ex-Rockstar, der gerade auf dem Rückflug war, seinen Bruder überzeugen zu wollen, mit ihrer Ex-Band ‚Drive Shaft‘ einen Neustart zu versuchen – vergeblich. Es gibt weitere dieser spannenden Entwicklungen, die ich aber nun nicht weiter ausführen möchte, da viele von euch die Serie wohl (noch) nicht kennen werden.

Keine Wörter können beschreiben, was diese Serie in mir auslöst. Ich bin wie in einer anderen Welt und auch als eingefleischter Fan habe ich noch etliche ‚Geheimnisse‘ der Serie nicht ergründen können. Bei jedem Schauen achtet man auf etwas anderes. Es ist klasse!

Ich versuche euch also eine Kurzfassung zu geben vom Anfang, weil diese ewigen Stunden einfach nicht verraten werden sollen. Besonders ist, dass jede Folge eine bestimmte ‚Centric‘ hat. Es gibt immer Rückblicke aus dem Leben der Personen, die im ‚Center‘ der Folge stehen. Wenn es zum Beispiel eine ‚Jack-centric‘ ist, erfahren wir über Jacks Leben vor der Insel in Flashbacks zwischen den Handlungen auf der Insel. Jack ist der Held unserer Geschichte oder soll es zumindest sein – das erfahren wir von der ersten Folge an.

„Diese Rückblenden haben dabei verschiedene Funktionen. Einerseits erklären sie oft das Handeln bzw. den Charakter der Personen in der gegenwärtigen Handlung auf der Insel mit ihren Erfahrungen aus der Zeit, bevor es sie auf die Insel verschlug. Andererseits werden sie ab der zweiten Staffel auch gelegentlich dazu eingesetzt, Ereignisse aus der Inselhandlung früherer Episoden aus einer anderen Perspektive zu zeigen und so die Hintergründe der entsprechenden Szenen zu enthüllen. Insbesondere wird deutlich, dass die Protagonisten bereits vor dem Flugzeugabsturz gelegentlich aufeinandertrafen bzw. dass sich ihre Wege kreuzten.“ Zitat von wikipedia.de

Ein Flugzeug fliegt von Sydne nach Los Angeles und stürzt ab. Das erfahren wir erst später, denn der Zuschauer erwacht mitten im Dschungel gemeinsam mit Hauptdarsteller Jack. Erst ist völlig unklar, was passiert ist, wenn wir nicht schon die grobe Handlung kennen würden. Erst nachdem Jack aufsteht und ein paar Meter geht, nimmt der Zuschauer die Geräuschkulisse war und sieht erst kurz darauf das ‚Ausmaß‘ dessen, wo er grad drinsteckt. Menschen, die versuchen sich zu retten, laute Turbinen – eine Katastrophe. Nach und nach lernen wir die wichtigsten Charaktere kennen, in die sich so manche von uns verlieben mögen. Jeder Charakter ist so einzigartig, jeder ist anders und man lernt Alles kennen und verstehen. So geht es weiter.
47 Passagiere auf der Insel, die zusammen bleiben, die sich nicht unbedingt verstehen, aber nun dazu gezwungen werden zusammen zu sein, denn sie sitzen fest. Die Insel hat alle Gefahren, die man sich nur vorstellen kann. Und es sind noch andere dort. Aber das solltet ihr selbst erfahren.

Faszinierend ist außerdem, dass Dinge, die für Lost erfunden wurden, auch in anderen Filmen benutzt  worden sind.

Ich bin eigentlich kein Mensch, der irgendwelche Übernatürlichkeit liebt oder gerne schaute, aber Lost ist anders, auf eine gewisse Weise realistisch und liebevoll. Es ist mein  Baby, es ist die Entspannung, die ich an manchen Tagen brauche.

Ich hoffe euch gefällt der kleine Einblick. Ihr könnt mir gerne Fragen stellen, die euch beantworten werde. Kennt ihr Lost? wie findet ihr es?

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Über wortgeschichten

Lisa, 19, with love to books, music and life.
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4 Antworten zu Lost in Love oder: In love with Lost

  1. lotusblumenblatt schreibt:

    Diese Serienvorstellung ist wundervoll geschrieben!
    Meiner Meinung nach, schaffst du es sehr gut den Lost-Zauber soweit es überhaupt möglich ist an jemanden, der die Serie nicht kennt, weiterzugeben.
    Die Mischung aus Hintergrundwissen, Personeninformationen und auf das Wichtigste reduziertem Inhalt gefällt mir sehr gut. 🙂
    Das ist dir sehr gelungen. ♥

    Lost ist wirklich eine kleine Welt für sich.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine andere Serie da mal annähernd rankommen wird.

    In Liebe
    J. ♥

  2. musa schreibt:

    Nein, ich habs noch nie geguckt, aber es klingt auf jeden Fall spannend.. werd mal reinsehen wenn ich Zeit hab 😀

  3. Ich liebe Beiträge, die sich um die Liebe zu Lost drehen. Awwww. ♥♥♥

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