Ein Meet&Greet mit Strikes und Pudel

Genau, ich melde mich zu Wort und das ist mein erster Gastblogeintrag bei Lisa:). Und bevor es losgeht, möchte ich mich nochmal bei Lisa bedanken, dass sie mich auf ihrem Blog vorübergehend mitschreiben lässt, da ich so herausfinden kann, ob das etwas für mich ist und ich künftig vielleicht auch auf einem eigenen Blog schreibe. Lisa war es nämlich, die mich auf den Geschmack gebracht hat, dass ich selber wieder anfange zu schreiben, da ich durch ihre Texte auf diesem Blog Motivation fand, mich selbst ans Werk zu machen, sodass ich demnächst den Beginn meiner eigenen Fanfiction hier gerne bloggen würde.

Als Einstieg habe ich mir gedacht, ein wenig von Etwas anderem erzählen, einem Ereignis, auf dem ich vorgestern viele Eindrücke auf einmal erhalten habe. Wie Lisa berichtete, war ich auf einem „Meet&Greet“ mit der relativ neuen Band „The Wanted“ aus England, die jetzt auch in Deutschland bekannt werden und durchstarten möchten…

 Alles fing damit an, dass mich meine Freundin Jackie am Mittwoch Nachmittag anrief und mir aufgeregt mitteilte, sie hätte das Gewinnspiel bei bravo.de gewonnen.

Ihr Preis: Ein Meet & Greet mit „The Wanted“. Ich war total verwirrt, weil sie sich so freute und ich die Band gar nicht wirklich kannte, bis auf ihr Lied „All Time Low“. Das war auch der Grund dafür, dass ich so zögerte und nicht gleich zusagte, als sie mich fragte, ob ich sie begleiten könne. Schließlich könne ich in die unangenehme Situation geraten, mit einem Bandmitglied zu sprechen und ich wüsste noch nicht einmal seinen Namen, noch was für Musik die Band allgemein macht. Da ich aber schließlich nicht wollte, dass Jackie nicht hinging, weil niemand sie begleiten würde (alle mussten für eine Geschichts-Klausur lernen^^), habe ich zugestimmt, immer noch zögernd. Als Vorbereitung auf etwas Unbekanntes, dass auf uns zu kommen würde, musste dann eine Biografie von Wikipedia reichen, die neusten drei Lieder von Youtube und ein kleiner Einprägungskurs der Gesichter und Namen. Nicht, dass ich jemanden auch noch mit falschen Namen anreden würde…  Nathan, Jay, Siva, Tom und Max, das waren „The Wanted.“

Donnerstag Abend, 19:15 Uhr. Jackie und ich waren pünktlich am vereinbarten Ort: in Altona (Hamburg) in einem Center am Eingang zu „glidebowling 44“ – so wie es aussah würden wir also gemeinsam Bowlen gehen, auch wenn ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht glauben wollte. Denn weit und breit war kein Hinweis auf irgendein M&G oder zumindest ein Bravo-Mitarbeiter, der uns in Empfang nehmen würde. Als wir uns dann entschlossen, hinein zu gehen, trafen wir dann aber auf zwei Mädchen, die aus demselben Grund dort waren wie wir. Das hieß also Jackie war nicht die einzige Gewinnerin und hätten wir die beiden nicht getroffen, wären wir höchstwahrscheinlich auch irgendwann wieder zurück gefahren. Eins der Mädchen kannte nämlich einen Bravo-Mitarbieter, von dem sie wusste, dass die Band noch im Stau stehen würde, wodurch sie alles nach hinten verschob. Ja – Musiker lassen bekanntlich gerne auf sich warten und so verging die Zeit bis kurz nach 20 Uhr. Da in dieser Zeit keiner mehr zu uns gestoßen ist, gingen wir von einen M&G zu viert aus – eventuell ja ganz nett. Jedoch sah ich das Treffen noch in den Sternen stehen.

Meine Vermutung stellte sich schließlich als falsch heraus, als dann die fünf vermeintlichen „Stars“ so klischeehaft die Treppe hinunter spazierten, als schmückten ihre Wohnzimmerwände bereits drei goldene Schallplatten: in ständiger Kamerabegleitung und – wie hätte es anders sein können- mit noch mindestens zwölf anderen Mädchen im Schlepptau. Ein sehr „sympathisches“ Mädchen klärte uns auf, dass oben die Begrüßung gewesen wäre, bei der die „Fans“ (einige waren es sicher) schon von der Bravo befragt wurden. Tja, man kann nicht alles haben. So bekamen alle erstmal wunderschöne Bowling-Schuhe und es ging auf insgesamt vier Bowling-Bahnen – Max, Jay, Tom, Siva und Nathan, die heutigen Idole, gingen selbstsicher vorab.

Jackie und ich gingen auf eine Bowling Bahn mit drei anderen Mädchen und den Bandmitgliedern Tom und Max, welche sich sofort Kugeln schnappten und loslegten. Uns „neu Hinzugekommene“ hatten sie noch nicht bemerkt. Stattdessen fühlten wir uns ein wenig Fehl am Platz, vor allem deshalb, weil die Jungs extrem aufgedreht waren und die ganze Aufmerksamkeit der anderen Besucher auf sich zogen. Allerdings traute sich auch nur jeder Dritte zu fragen, wer sie denn eigentlich seien. Die Kellnerin holte sich später sogar ein Autogramm und meinte, sie würde später mal nach ihnen googlen. 😀

Doch kurz darauf animierten sie uns mitzuspielen. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten ihren Akzent zu verstehen, als sie mit einem „Whade ya nam?“ meinen Namen erfragten. Da ich ihnen die Aussprache erleichtern wollte, sprach ich meinen Namen Elena dann auch extra Englisch aus „like the protagonist of the vampire diaries“ sagte ich. Für den Rest des Abends hieß ich dann ganz offiziell „the vampire diary girl“.

 Als es ans Bowling ging, redeten die Jungs jeden Wurf der Mädchen gut und klatschten jeden ab. Auf uns schien das sehr unpersönlich, wie eine einstudierte Show, Promotion für ihr Album und Talent zur Schauspielerei. Und genau in diesem Moment drehte ich mich um und hatte eine Kamera vor der Nase und eine genervte Interwierin. Sie sprach mich so unverhofft an, dass ich kurz gar nicht klar denken konnte, sodass die nächsten Antworten, die ich geben sollte mich nur in eine peinliche Situation brachten. „Soo“, begann sie, „und wie gefällt dir der Abend bis jetzt und wie die Jungs?“

Klasse, ich konnte ja jetzt nicht schlecht reden und musste schnell improvisieren, dass der Abend so entspannt und toll wäre; etwas Besseres fiel mir so schnell nicht ein. Sie wollte wissen, welchen der Jungen ich denn am besten fände, warum und mit wem ich schon (viel) geredet hätte. Wären mir jetzt die Namen nicht mehr eingefallen, hätte ich ein großes Problem gehabt; aber ich nahm die ersten, die mir in den Sinn kamen: „Tom, Max, Siva…“. Ich glaube, ich redete irgendwas davon, dass sie so sympathisch und natürlich seien, wie Jackie auch schon im Interview vor mir (während dessen ich schnell flüchtete) betonte. Vielleicht wäre das alles besser herübergekommen, hätte ich Darstellendes Spiel nach der 10. Klasse nicht abgewählt… Auf jeden Fall bohrte sie weiter und wollte noch wissen, was wir denn geredet hätten, worauf ich dann unser „Vampire Diary Gespräch“ anführte und meinen Namen unüberlegt wieder so Englisch betonte – etwas in Richtung Ileyna. 😀 Alles, was ich hoffen kann ist, dass sie mich aus der späteren „Bravo-Doku“ rausschneiden werden und das es keiner zu Gesicht bekommt, was ich mir dort zusammendichtete.

 Im Verlauf des restlichen Abends hätte ich mir jedoch sehr gewünscht, ich hätte das Interview später führen können, denn es gab einen Punkt, an dem diese gezwungene Atmosphäre schlagartig kippte. Tom kam plötzlich auf Jackie und mich zu und schien sehr interessiert, ein Gespräch anzufangen. Ich hatte das Gefühl, dass seine Maske fiel und er jetzt er selbst war. So standen wir da und sprachen wohl insgesamt eine viertel Stunde über alles mögliche, ein Gespräch, dass ich ihm zuvor nie zugetraut hätte. Er wollte wissen, wie alt wir sind, auf welche Schule wir gehen, wann wir unser Abschluss machen würden und ob wir schon Zukunftspläne hätten. Dann begann er von sich zu reden, seinem abgebrochenen Studium und er fragte, ob wir ihre Liedtexte besser verstehen könnten als, wenn sie so sprachen. Ich fragte Tom und Max, der dazugekommen war, was sie außerdem für Musik gerne hörten und sie nannten Bands wie Oasis, Richtung R´n´B und Taio Cruz. Sie stellten uns die gleiche Frage, wobei wir natürlich sie mitanführten und dann schnell überlegten, ob wir Tokio Hotel wirklich ansprechen sollten. Ich tat es und das sorgte für den Gesprächsstoff der nächsten Minuten. Was mir gut gefiel waren ihre wenigen Vorurteile. Tom erwähnte aber, dass Max Bill für ein hübsches Mädchen gehalten habe. Er fragte, ob wir Bill hübsch finden würden und, ob er nicht ein wenig weiblich wirken würde. Tom guckte ein wenig skeptisch, als wir bejahten, dass Bill hübsch sei, fügten aber hinzu, dass er das natürlich auch sei. Im Nachhinein habe ich erst bemerkt, wie viel ich eigentlich von TH geredet habe, aber auch, weil sie immer wieder nachgefragt haben. So habe ich von der eventuellen World Tour erzählt und sie fragten, ob wir schon ein Konzert besucht hätten. Dann erwähnte ich die „Humanoid City Tour“,Bills kuriose Kostüme und die außerirdische Kulisse. Jackie versuchte das Gespräch schließlich wieder auf „The Wanted“ zu richten und wir erfuhren, dass sie gegen Mai vielleicht auch in Deutschland Konzerte spielen werden…

Autogrammkarten lagen aus und zwischendurch gingen wir herum und besorgten Unterschriften und machten Fotos. Ich war froh, dass wir nicht mit Nathan auf einer Bahn waren. Er ist mit 17 Jahren der Jüngste und schien mit vielen Ketten und seinem Cap ziemlich eitel, der Held des Abends.

Der Abend ging noch gut bis zwanzig nach zehn und klang damit aus, dass sie acapella ihre neue Single „Lose My Mind“ ansangen. Da der Abend noch in diese lockere Atmosphäre umschwenkte, wird mir mein erstes Meet and Greet also trotz des Unbehagens am Anfang positiv in Erinnerung bleiben. Jedes Mädchen wurde mit Umarmung und Küsschen verabschiedet und draußen stiegen die Fünf in ihren Bandbus mit riesigem Foto von ihnen auf den Außenscheiben. Erst gegen kurz vor 24 Uhr war ich wieder zu Hause.

Würden„The Wanted“ dieses Jahr wirklich noch ein Konzert in Hamburg spielen, haben wir uns vorgenommen zu kommen. Jedoch auf jeden Fall mit besseren Musikkenntnissen und vielleicht ja einem kleinen Plakat „Greetings from the vampire diary girl“…

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3 Antworten zu Ein Meet&Greet mit Strikes und Pudel

  1. Lisa schreibt:

    Hi meine maus. Wow wow wow, ich freue.mich erszmal über deinen eintrag. Ich wusste ja, dass du.gut schreiben kannst, aber mit diesem Eintrag.hast du dich wirklich selbst übertroffen.

    Es klingt Alles so so so so echt, dass man denkt man wäre live dabei. Das ist dir.so verdammt gut.gelungen und ich bin so unglaublich froh, dich vorerst im Boot zu haben.

    Was hälst du zum Beispiel von einer kleinen Serie über Hamburg? Da könnten wir auch abwechselnd was schreiben oder irfendwas vorstellen. Oder wir machen immer das gleiche Thema und dazu immer du Hamburg und Umgebung und ich Braunschwrig? Hast du auch noch andere Ideen?

    Ich finde das m&g klingt genau so wie man sich dad vorstellt, dass man sich erstmal fehl am platz fuehlt. Umso mehr freut es mich, dass sich das noch geändert hat und ihr noch einen tollen abend hattet. Ich bin froh, dass du es nicht bereust. ❤

    Hab dich lieb, lisa

  2. eellea schreibt:

    dankeschöön für den lieben kommentar:) der vorschlag mit der serie über hamburg/braunschweig könnte ganz cool werden, also kommt aufs thema drauf an, aber ja, das könnte ich mir vorstellen:) bei weiteren ideen kann ich ja schreiben
    ♥♥

  3. lotusblumenblatt schreibt:

    Das ist wirklich ein sehr interessanter Bericht! (:
    Ich mag deinen Schreibstil – da liest gerne weiter. (:
    Sehr interessant zu erfahren wie so ein Meet&Greet ist.
    Ich hätte es mir auch so vorgestellt, dass man sich zuerst fehl am Platz fühlt.
    Umso toller, dass es sich dann noch so gewandelt hat und ihr wirklich ein normales Gespräch führen konntet.
    Ich bin gespannt, was noch so von dir hier erscheinen wird. (:

    Liebste Grüße
    Jule ♥

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